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Die Ziele fest im Blick – swisspartners – The art of finance

Die Ziele fest im Blick
Das Interview führte Kathrin Meister.

Seit dem 31. Mai 2021 ist Dr. Martin Meyer neuer Verwaltungsratspräsident der swisspartners Gruppe. Er folgt Martin P. Egli nach, der rund 30 Jahre lang erfolgreich die Entwicklung der Gruppe geprägt hat. Wir sprachen mit Dr. Martin Meyer über Kriterien für Stabilität und Sicherheit, seine Erfahrungen aus Politik und Wirtschaft und seine Ziele für swisspartners.

 

Herr Dr. Meyer, wie kann swisspartners seinen Kunden auch in bewegten Zeiten sichere Lösungen bieten?

swisspartners verfügt über eine ausgezeichnete Ausgangslage, um seinen Kunden auch künftig eine langfristige und stabile Geschäftsbeziehung gewährleisten zu können. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter, eine hohe und langjährige Kompetenz unter anderem in der Vermögensverwaltung und Vermögensstrukturierung, ausgezeichnete Performances sowie die stetige Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und neuen Trends anzupassen – dies sind wichtige Erfolgsfaktoren, die wir den Kunden sowohl heute als auch morgen bieten können.

Welche Rolle spielt der Standortfaktor Schweiz?

swisspartners hat den Vorteil, dass wir zum einen aus der Schweiz internationale Märkte bedienen und zum zweiten von Liechtenstein in der EU operieren. Damit bewegen wir uns in einem als Zollunion verbundenen Wirtschaftsraum mit grosser politischer Stabilität und hoher Rechtssicherheit für die Kunden. Stabile, grenzüberschreitende Lösungen sind jederzeit möglich. Wer in der Schweiz oder in Liechtenstein im Sinne von Asset Protection sein Vermögen verwalten oder strukturieren lässt oder in die Erbschafts- und Nachlassplanung einsteigt, hat von staatlicher Seite die Garantie, dass nicht einfach auf das eigene Vermögen zugegriffen wird. Gerade in der heutigen Zeit globaler politischer Unsicherheiten ist dies ein enormer Standortvorteil. Nicht umsonst gilt Swissness als Inbegriff für Stabilität und Sicherheit.

 

 

Vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens fragen sich viele Anleger, ob ihr Vermögen noch sicher ist. Können die swisspartners-Kunden aus Ihrer Sicht weiterhin ruhig schlafen?

Wir sind als Unternehmen hervorragend aufstellt: Wir haben ein stabiles Aktionariat, das sich langfristige Ziele gesetzt hat. Wir haben eine starke Eigenkapitalquote, ähnlich der grossen Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein – auch das ist ein Zeichen von Sicherheit und Stabilität für die Kunden. Und wir haben, wie eingangs erwähnt, eine hohe Dienstleistungsqualität mit gut ausgebildeten, erfahrenen und motivierten Spezialisten.

Auf welche Themen fokussieren Sie sich als neuer Verwaltungsratspräsident der swisspartners Gruppe?

Nach vielen Gesprächen mit Mitarbeitenden von swisspartners und eigenen Analysen haben sich für mich drei Bereiche herauskristallisiert, auf die ich mich bei meiner Arbeit für swisspartners konzentrieren möchte.

  • Die Befriedigung der Kundenbedürfnisse steht für mich grundsätzlich immer im Vordergrund. Ohne Kunden sind wir als Organisation überflüssig. Die Bedürfnisse der Kunden werden sich wandeln: Wir werden vermehrt die Bedürfnisse einer anderen, jüngeren Kundengeneration in den Fokus nehmen müssen. Dazu werden wir weiterhin innovative Dienstleistungen entwickeln und am Markt platzieren. Wir möchten unseren Kunden einen Mehrwert bieten – auch über den Bereich der klassischen Vermögensverwaltung hinaus. Wir werden definitiv nicht im gestern stehen bleiben, sondern unser Team motivieren, sich stetig zu relevanten Themen weiterzubilden.
  • Was ich in meinen ersten 100 Tagen im Amt festgestellt habe: Die Corona-Pandemie mit ihrer langen Homeoffice-Phase war nicht sehr förderlich für unsere Unternehmenskultur. Wir möchten unbedingt den Mitarbeiter-Spirit, das Wir-Gefühl wieder fördern – zum Beispiel durch Team-Events.
  • Um als Unternehmen zukunftsfähig zu bleiben, müssen wir einen stetigen Wandel vorantreiben: Dazu gehört, unsere Prozesse zu optimieren und mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Ausserdem möchten wir gute Nachfolgelösungen für unsere langjährigen Relationship Manager finden, mit denen alle Beteiligten glücklich sind: der ehemaliger Kundenberater, der oder die Nachfolgerin und vor allem natürlich der Kunde.

Sie sprachen gerade von innovativen Produkten, mit denen swisspartners auf die Bedürfnisse einer jüngeren Kundengeneration eingeht. Können Sie ein Beispiel nennen?

Mit dem Sorglos-Paket haben wir ein solches Produkt geschnürt. Es hebt sich insofern hervor, als dass es nicht nur die klassische Vermögensverwaltung bietet, sondern ein ganzheitliches Service-Angebot darstellt: Im Rahmen des Sorglos-Pakets unterstützen wir unsere Kunden in einem breiten Spektrum von Themen von der Finanzplanung über Steuerfragen bis hin zu Vorsorgelösungen, Erbschaftsplanung und Lifestyle Services. Grosser Vorteil: Der Kunde hat in allen Fragen rund um die Themen Finanzen und Vorsorge nur einen Ansprechpartner, der ihn in allen Belangen berät und sich um alles kümmert.

Stichwort „Vermögenssicherung“: Welche Lösungen gibt es für eine nachhaltige Vermögensverwaltung?

Wenn man an den Finanzplätzen von „nachhaltigen Lösungen“ spricht, heisst das, dass man Vermögen nicht nur für eine Generation verwaltet, sondern über mehrere Generationen hinweg. Aufgrund unserer ausgezeichneten Ausgangslage können wir bei swisspartners langfristig angelegte Angebote machen, die über eine Generation bzw. über eine Lebensphase hinausgehen. Ich denke zum Beispiel an smarte Lösungen aus dem Treuhandbereich im Sinne von Asset Protection, Vermögensstrukturierung, Nachlassplanung und Erbschaftsplanung. So lässt sich Vermögen über mehrere Jahrzehnte optimal verwalten und gestalten.

„Ohne Kunden sind wir als Organisation überflüssig.“

Noch eine persönliche Frage zum Schluss: Lassen sich Ihre Erfahrungen in der Politik auf Wirtschaft und Finanzmärkte übertragen?

Meine politische Tätigkeit war eine gute Lebensschule für die Wirtschaft. Ich war ja damals mit 32 Jahren einer der jüngsten Minister im Fürstentum Liechtenstein. Wenn man ein Regierungsamt innehat, sammelt man viel Erfahrung im Umgang mit den unterschiedlichsten Stakeholdern und Themen.

Ob Regulierung seitens der EU, Digitalisierung oder andere Megatrends: Diese Themen sind nicht nur in der Politik, sondern auch in der Privatwirtschaft aktueller denn je. Wenn man versteht, wie die Politik sich solchen Themen annähert und Lösungsansätze findet, hilft das auch in der Privatwirtschaft enorm. Wer weiss, wie politische Prozesse funktionieren, hat schon sehr viel gewonnen: Man kann Umwege vermeiden und sich direkt auf die für das Unternehmen essenziellen Themen fokussieren.

„Mit Treuhand-Lösungen lässt sich Vermögen über mehrere Jahrzehnte optimal verwalten und gestalten.“

 

Zur Person

Dr. Martin Meyer ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bern und leitet heute als CEO das Family Office der ITW Unternehmensgruppe mit Sitz in Liechtenstein. Die ITW Unternehmensgruppe befindet sich vollständig in Privatbesitz und investiert in Immobilien und Unternehmensbeteiligungen.

Von 2005 bis 2013 war Dr. Martin Meyer Mitglied der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, unter anderem als Wirtschaftsminister und Stellvertretender Regierungschef. Er ist heute spezialisiert auf Bereiche Corporate Governance, Unternehmensführung, Entrepreneurship, Familienunternehmen und Nachfolgeplanung. Martin Meyer ist Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten bei international tätigen Industrie- und Finanzdienstleistungsunternehmen.

Seit 2016 ist Dr. Martin Meyer zudem Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland für das Fürstentum Liechtenstein. Seit 2021 führt er als Präsident die Wirtschaftskammer Liechtenstein, den grössten Wirtschaftsverband des Fürstentums Liechtenstein.

 

Dr. Martin Meyer
Verwaltungsratspräsident swisspartners Gruppe
martin.meyer@swisspartners.com

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