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Zinskommentare Juli 17 – swisspartners – The art of finance

Fed erhöht die Zinsen – wie erwartet

Wie allgemein erwartet, hat die Federal Reserve entschieden, die US-Zinsen im Verlauf des letzten Monats um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent zu erhöhen. Kürzlich gab es Anzeichen von leichten Ermüdungserscheinungen der US-Wirtschaft, was den Markt hinsichtlich einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr etwas skeptisch macht.

Es sind einige Anekdoten im Umlauf, wonach die US-Konsumenten ihr Geld so locker ausgeben wie anno 1999. Dies beruht teilweise auf dem Glauben, dass Trump schon in diesem Jahr markante Steuerreduktionen über die Bühne bringt und möglicherweise noch gewichtigere Infrastrukturvorhaben im nächsten Jahr.

Uns fällt aber zunehmend auf, dass einige Kommentatoren nun zu Recht an der Fähigkeit des neuen Präsidenten zweifeln, den Kongress von seinen Steuersenkungsplänen zu überzeugen und dazu die Einwilligung des höchst Schulden-sensitiven Senats zu erhalten. Eine anhaltende Reihe von Vorfällen und Tweets stellen Trumps Fähigkeit in Frage, Deals ohne zeitraubende Attacken auf seine politischen Gegner zum Abschluss zu bringen.

Falls an Trumps Fähigkeit, Amerika vorwärts zu bringen, Zweifel aufkommen, könnte an den Finanzmärkten eine «Risk on»-Stimmung aufkommen. Davon profitieren normalerweise High-Yield-Anleihen und gewisse Wachstumssegmente des Aktienmarktes. Hellt sich jedoch die US-Wirtschaft auf und beginnt Trump zu liefern, gibt es sehr wohl Chancen, dass US-Aktien weiterhin avancieren.

Ein besonderes Augenmerk verdient unserer Ansicht nach das Auto-Kreditgeschäft in den USA, wo eine markante Reduktion der Schuldnerqualität bei etlichen Auto-relevanten Kreditpools zu Verkäufen führte, weil die Delinquentenquote stieg. Wir raten den Anlegern weiterhin dazu, den Fokus auf Fixed-Income-Fonds zu legen, welche zwar bescheidene Renditen liefern, dafür aber geringe Risken von starken Kapitalverlusten mit sich bringen.

Besonders erwähnen möchten wir ausserdem Innovationen im Anleihenmarkt – insbesondere in Residential Mortgage Backed Securities (Version 2.0), die dank umfangreichen und detaillierten Daten den Fondsmanagern eine hohe Transparenz gewähren und damit eine seriöse Risikoeinschätzung ermöglichen. Es kann durchaus sein, dass sich die Assets under Management in diesem Sektor über die nächsten drei bis vier Jahre verzehnfachen werden.

In den USA ist die Inflation weiterhin ziemlich gedämpft, und viele Kommentatoren verbinden dies mit dem Anstieg der Teilzeitstellen bei denjenigen Stellensuchenden, die wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen. Dieser Faktor trägt sicher zu diesem Umstand bei. Wir vernehmen aber auch, dass die grossen und mittleren Banken es aufgrund der verschärften Eigenkapitalvorschriften und Regulationen immer noch schwierig finden, Geld zu verleihen.

Man würde vermuten, dass jegliche Lockerung von Kreditrestriktionen eine formelle Zustimmung der US-Politiker erfordert. In Tat und Wahrheit können solche Änderungen aber schnell über die Bühne gehen, wenn die Trump-Administration ihre «neu Beauftragten» dazu auffordert, die regulatorischen Hürden innerhalb der Aufsichtsbehörden zu reduzieren.

Zurzeit ziehen wir europäische Bankaktien ihren amerikanischen Pendants vor, da es auf dem Kontinent frische Anzeichen erneuten Kreditwachstums für Unternehmen und Konsumenten gibt.

Zu guter Letzt glauben wir, dass der Anleihenmarkt es vielleicht in Betracht ziehen sollte, Herrn Draghi von der EZB ein verspätetes «Dankeschön» zu senden, da er mit einigem Erfolg die wirtschaftlichen Konditionen seit 2014 verbessert hat.

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