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Zinskommentar: Federal Reserve uneins mit Anleiheinvestoren – swisspartners – The art of finance

Federal Reserve uneins mit Anleiheinvestoren

“…zwei schöne schwarze Augen, nur um einem Mann zu sagen, dass er unrecht hatte…zwei schöne schwarze Augen.”, Drei Männer in einem Boot

Auf dem Anleihenmarkt gibt es in einem wichtigen Punkt eine leichte Meinungsverschiedenheit zwischen der Fed-Meinung und wissenschaftlich orientierten Marktteilnehmern: Die Anleiheinvestoren, welche auf die «Dot-Plot-Chart» der Fed abstellen, sind felsenfest überzeugt, dass die Zinsen in den Jahren 2018 und 2019 steigen werden. Einige gelehrte Marktbeobachter zweifeln jedoch, dass sie Zinsen derart anziehen werden.

Dass in einem Markt Meinungsdifferenzen herrschen, ist per se normal. Die Meinung der bedeutenden Investoren manifestiert sich jedoch im Terminmarkt mit konkretem Geld und zu konkreten Kursen. Vieles wird natürlich vom Tempo und Ausmass der Steuersenkungen in den USA abhängen, und es bleibt abzuwarten, ob die grossen Anleihegläubiger sich als Gewinner entpuppen oder als zweifache Verlierer, falls sie falsch liegen und Geld verlieren.

Im Moment ist unsere beste Vermutung, dass die US-Zinsen im Laufe des Jahres 2018 nur bei zwei Gelegenheiten steigen werden, und nicht bei drei bis vier, wie es einige Investoren erwarten. Unsere Überzeugung basiert zum Teil darauf, dass zu viele Zinserhöhungen Hausbesitzer und Kreditnehmer zu stark verunsichern könnten, vor allem dann, wenn gleichzeitig das QE-Programm zurückgefahren wird.

Optimistisch stimmt, dass Janet Yellen nach ihrer erfolgreichen Amtszeit bei der Federal Reserve das Zepter an Jerome Powell, übergeben wird. Der neue Fed-Chef verfügt – zum Glück für alle Investoren auf dieser Welt – über eine beachtliche Erfahrung und ist seit 2012 Mitglied des Federal Reserve Board of Governors. Darüber hinaus wird er als einigermassen moderat in Bezug auf die Zinspolitik angesehen. Der Markt hofft also, dass er wie Yellen weiterhin flexibel handeln wird, vor allem wenn die Wirtschaft eine Atempause einlegen sollte.

Was die Schweiz betrifft, weisen einige führende Kommentatoren darauf hin, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) bis 2019 keine Zinserhöhungen beschliessen wird. Dies erscheint vernünftig, da schon der blosse Hinweis auf eine Zinserhöhung zu einer Aufwertung des Schweizer Frankens führen kann – vor allem, wenn im globalen Finanzumfeld Unsicherheiten bestehen. In den letzten Monaten profitieren einige exportorientierte Aktienwerte der Schweiz von der leichten Abwertung ihrer Heimwährung gegenüber dem Euro.

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