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Vermögensverwaltung: Sommerstürme und Türkei belasten Aktienmärkte – swisspartners – The art of finance

Sommerstürme und Türkei belasten Aktienmärkte

Während sich Europa im herrlichen Sommerwetter sonnte, wurde der Appetit der Anleger in den letzten Wochen durch anhaltende Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China beeinträchtigt. Da in den USA in wenigen Monaten Zwischenwahlen bevorstehen, und Trump in den Umfragen hinterherhinkt, glauben wir, dass die Rhetorik um die Handelsstreitigkeiten in den kommenden Monaten abflauen könnte.

Technologie – rationale Investoren sind noch dabei

Es ist nach wie vor schwer, Argumente gegen langfristige Engagements in qualitativ hochstehende Technologieaktien zu finden. Die Ergebnisse der Branche sind seit vielen Jahren – vor allem seit 2007/08 – spektakulär und zeigen nur geringe Anzeichen einer Abschwächung. Darüber hinaus dringt die Technik in alle Facetten des modernen Lebens ein, und dieser positive Rückenwind scheint sich nicht abzuschwächen.

Auch wenn wir einräumen, dass im technologischen Bereich viel heisse Luft steckt, besonders bei neuen Themen, ermutigt uns die Tatsache, dass der Markt durchaus Ratingdowngrades von ehemaligen Börsenlieblingen akzeptiert  – wie beispielsweise bei Tencent, der bekannten chinesischen Gruppe.

Die Schweiz – Aufträge kommen weiter rein

Ein Blick in die Schweiz zeigt den PMI (Purchasing Managers Index) in guter Verfassung. Die Kombination aus einer stabilen Währung, einer wirtschaftsfreundlichen Gesetzgebung, innovativen Management-Teams und dem Bekenntnis zu Investitionen in Anlagen und Ausrüstung, hält die Auftragseingänge auf einem guten Niveau.

Anleihen – High Yield – Zeit für eine Diagnose?

Alle guten Partys gehen zu Ende

Es mutet an wie eine tolle Party, die viel zu lange dauerte: Anleiheanleger in Europa und Amerika beginnen, die steigenden Risiken wahrzunehmen.

Jeder respektable Finanzkommentator wird Ihnen bestätigen wird, dass die höheren Kreditkosten sowohl Kreditnehmer wie auch Verbraucher zu spüren bekommen, nachdem die US-Zinsen angesichts des Wirtschaftsbooms angezogen haben. Dies betrifft auch wenig bekannte Anleiheemittenten aus Lateinamerika, Asien und natürlich Osteuropa.

Aber ich möchte nur 5% – ist das fair?

Die erste Lektion lautet: Seit 1979 verfallen viele Anleger den Reizen hoher Anleiherenditen, unabhängig von den Risiken. Dies wirkt in guten Zeiten wie ein Zauber.

«Immerhin (sagt der Anleiheverkäufer) entspricht eine Rendite von 5% dem, was man früher auf simplen Bankkonti erhalten hat. Also scheint dies eine faire Rendite zu sein.» Knapp daneben, könnte man sagen. Denn nur weil man die Risiken nicht sehen kann, bedeutet dies nicht, dass sie nicht existieren.

Anleihekurs & Liquiditätsschock

Die meisten Anleihen performen ohne allzu hohe Volatilität und scheinen sicher zu sein. Sicher, bis der Anleger merkt, dass der Kurs der Anleihe stark fällt und das, was früher bei $100 gehandelt wurde, jetzt zu $78 geboten wird. Erst dann beginnt er, wie in früheren Anleihezyklen, mit Recherchen und bemerkt, dass über ernste Schwierigkeiten des Unternehmens spekuliert wird. Dann kommt der nächste grosse Schock: Es gibt sehr wenig Liquidität in der Anleihe (niemand will sie wirklich kaufen). Und im Nachhinein fühlt sich der obskure asiatische Emittent nicht mehr wie ein tolles Investment an.

Reaktion aus zwei Denkweisen – (es ist gut, darüben gesprochen zu haben)

In diesem Stadium neigen Investoren dazu, in zwei Denkweisen zu verfallen. Die erste Gruppe beschliesst, darauf zu hoffen, dass sich der Anleihekurs erholen wird. Doch oft bröckelt der Kurs leider weiter ab.

Die zweite Gruppe beauftragt einen Anlagespezialisten, all ihre Anleihen einer detaillierten Überprüfung zu unterziehen. Basierend auf dieser sorgfältigen Finanzanalyse kann sie entscheiden, welche Anleihen sie behalten und welche sie verkaufen soll, um ihr Gesamtvermögen zu schützen.

Kontakt aufnehmen

Da die US-Zinsen in den nächsten 12 bis 24 Monaten weiter steigen dürften, wird dies unserer Meinung nach Druck auf einige Anleiheemittenten ausüben. Sollten Sie Bedenken wegen einer Anleihe haben, die Sie in den letzten Jahren vielleicht über ein anderes Investmenthaus erworben haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit swisspartners in Verbindung zu setzen.

Die Türkei und Schwellenländer

In den letzten Wochen sind die Aktienmärkte der Schwellenländer infolge der erneuten US-Handelssanktionen gegen die Türkei und der Besorgnis über die Führung von Premierminister Erdogan stark gefallen.

Just als die Sommerflaute die Aktienmärkte erfasste, äusserte Amerika erneut seinen Unmut darüber, dass es in den letzten Gesprächen über die Freilassung eines amerikanischen religiösen Pastors keine Fortschritte gegeben habe. Dass dieser im Jahr 2016 in einen Putschversuch involviert gewesen sei, hielten viele für fadenscheinige Anschuldigungen.

Die Gespräche scheinen vorerst zum Stillstand gekommen zu sein. Trotz dem ganzen Gehabe sind einige Kommentatoren zuversichtlich, dass eine Lösung über die konventionellen diplomatischen «Hintertüren» gefunden werden kann.

Wegen der Sorgen rund um Erdogan und die US-Handelssanktionen ist die türkische Lira in diesem Jahr um über 40% gesunken. Der «Angstfaktor» machte die Runde und die Schwellenland-Investoren folgten ihrer altgewohnten Herden-Mentalität und reduzierten in bestimmten Ländern ihre Aktienengagements. Der Wechselkurs ist für die Türkei sehr wichtig, da er stark mit den Importen von Produkten wie Öl verwoben ist. Der Anstieg der Importpreise wirkt sich durch eine höhere Inflation für die lokale Bevölkerung gravierend aus.

Glücklicherweise haben wir innerhalb unserer Modellportfolios kein direktes Engagement in türkischen Anleihen oder Aktien.

Zudem haben wir in unserem „swisspartners Emerging Market Opportunities FoF“ keine Engagements in der Türkei, Mexiko, Russland oder Brasilien, während Südafrika stark untergewichtet ist.

Wir behalten diese relativen Positionen natürlich ständig im Auge, und wenn sich die Marktbedingungen verbessern, können wir versuchen, diese Lücken zu schliessen – mit Ausnahme der Türkei. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass wir solche Massnahmen nur schrittweise ergreifen werden.

Geschrieben von:
Alan Kinnaird | Senior Portfolio Manager, Partner
Hakan Semiz | Partner

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