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Risiken im Euro – swisspartners – The art of finance

RISIKEN IM EURO

Überraschend tiefe Volatilität in den Währungen. EU-Kommission und Europäische Zentralbank mit unterschiedlichen Aktionen bei Defizitsündern. Erholung bei High-Yield Bonds.

In ruhigen Bahnen, vorerst

Auf der Währungsseite war es trotz Brexit-Nachwehen, versuchtem Putsch in der Türkei, Terror in Nizza und der sich anbahnenden Bankenkrise in Italien (mit Ansteckungsgefahr für ganz Europa) sehr ruhig. Sowohl die Währungspaare USD zum Britischen Pfund, wie auch Euro zum Franken oder US Dollar waren recht stabil. Die grösste Gefahr lauert sicherlich im Britischen Pfund und im Euro. Da die Korrektur im Pfund bisher schon recht ausgeprägt war (das Pfund korrigierte zum Schweizer Franken seit Jahresbeginn um 12 Prozent), sollte man die Risiken im Euro anschauen. Kurse von über 1.09 zum Franken laden geradezu ein, Euro in Franken zu tauschen. Sowohl der Austritt der zweitgrössten Volkswirtschaft (UK) aus der Europäischen Union wie auch die italienische Bankenkrise sind für die Einheitswährung nicht vertrauensfördernd.

Absurdes

Auf der Zinsenseite beziehungsweise im Obligationenmarkt ist Absurdes zu beobachten: Während die EU-Kommission ein Verfahren wegen Nichteinhaltung der Defizitziele gegen Spanien und Portugal eröffnet, kauft die Europäische Zentralbank EZB die durch die entstehenden Defizite notwendigen Staatsanleihen. Während die eine Hand ein Vorgehen verurteilt und sanktioniert, unterstützt die andere Hand dieses Vorgehen sogar finanziell. Vielleicht sollte die Europäische Union ganz einfach eingestehen, dass die dazumal vereinbarten Maastricht Kriterien längst Makulatur sind. Dass ein solches Eingeständnis zu einer Schwächung des Euro führen wird, ist voraussehbar und führt uns zu unserer Empfehlung: Euros gegen Schweizerfranken verkaufen.

No Panik

Die Ausverkaufsstimmung nach dem überraschenden JA zum Brexit bei den Noninvestment Grade Bonds hat gedreht. High-Yield Bonds haben die zu Jahresbeginn einsetzende Erholung wieder aufgenommen und die kurzfristigen Verluste wettgemacht. Einzelne Anleihen vermochten in diesem Jahr zwischen 20 Prozent (Petrobras) und 35 Prozent (ArcelorMittal) zuzulegen. Diese Beispiele zeigen, dass Panik ein schlechter Ratgeber ist. Wer nicht verkaufte, sondern mit Geduld und kühlem Kopf dabei blieb, kam nicht zu Schaden.

Abstraktes

Die Emissionstätigkeit der Schweizer Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland ist mit abstrakter Kunst zu vergleichen. Wieso soll ein Künstler wochenlang an einem Meisterwerk arbeiten, wenn eine rot bemalte Leinwand bereits 1 Million einbringt? Oder wieso soll eine Bundesanleihe auf zehn Jahre mit einem Zins ausgestattet sein, wenn die Käufer bereit sind, Zins für das Halten einer solchen Anleihe zu zahlen? Verkehrte Welt, aber der Markt hat bekanntlich immer Recht.
– Text Ralph Weidenmann

 

Zu guter Letzt:

Egal wie gut es dir geht, Bill Gates besser.

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