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Flucht in Sachwerte trotz positiven Realzinsen – swisspartners – The art of finance

Flucht in Sachwerte trotz positiven Realzinsen

Achterbahn des US Dollars. Brasiliens Real ausgebremst. Trotz Minuszinsen im Plus?

Der Euro hat sich langsam aber sicher knapp unter der 1.10er Marke gegenüber dem Schweizer Franken etabliert. Damit wird er für die Exporteure berechenbarer und für die SNB nicht mehr zum Interventionsobjekt.

Dollarspekulation

Der US Dollar schwankt schon fast bilderbuchmässig gegenüber dem Schweizer Franken in einem Tradingbereich von 0.96 bis 0.985. Für Devisenspekulanten ein gefundenes Fressen. Denn es ist in der Theorie doch so einfach: Günstig kaufen und teuer verkaufen. Selbst bei einem Einstieg bei 0.96 und einem weiteren Rückgang unter diese Marke wird sich der US Dollar langfristig sukzessive aufwerten.

Korruption noch nicht beendet

Der Aufwärtstrend der brasilianischen Währung – des Real – ist vorerst gestoppt worden. Trotz erwarteter Absetzung der bisherigen Präsidentin Dilma Rousseff kommt das Land am Zuckerhut politisch nicht zur Ruhe. Auch ihr Vorgänger, Lula da Silva, muss sich höchstwahrscheinlich einem Prozess stellen. Beiden werden Geldwäsche und Korruption vorgeworfen. Nach dem massiven Anstieg des Real ist es ratsam, hier vorerst an der Seitenlinie zu stehen.

Kredite mit Minuszinsen

Die Negativzinsen haben sich etabliert, und manch eine Pensionskasse sucht nach Alternativen zu den von den Banken weiterbelasteten 0.75 Prozent Strafzinsen. So gibt es heute bereits Gemeinden in der Schweiz, die Kredite von Pensionskassen oder Versicherungen erhalten und dafür mit einem Zins noch entschädigt werden. Mit diesem Vorgehen können die Institutionellen die hohen Strafzinsen der Banken etwas mindern.

Schönschwätzer

Auch wenn die Zinsen noch über einen längeren Zeitraum tief bleiben dürften, wird der Anleihenmarkt zurzeit mit Neuemissionen überflutet. Die Schuldner nutzen die Not der Anleger und bringen teilweise Anleihen auf den Markt, die mit schon fast frechen Konditionen ausgestattet sind. Derweil versucht die Schweizerische Nationalbank SNB, die Situation schön zu reden. Ein Negativzins von 0.75 Prozent ergäbe eine positive reale Verzinsung, solange die Inflation höher ist als der zu zahlende Strafzins. Dies mag in der Theorie vielleicht sogar stimmen, macht die Auswirkungen auf Bodenpreise, Häusermarkt und andere Sachwerte dennoch nicht besser. Pensionskassen und Versicherungen legen in ihrer Not immer mehr Geld in diese Sachwerte an und verteuern damit natürlich auch den Zugang für private Häuslebauer. – Text Ralph Weidenmann

Zu guter Letzt:

Luftschlösser sind unwirklich. Nur ihre Trümmer sind real.

Wolfgang Mocker (1954 bis 2009), deutscher Journalist und Autor

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