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FINGER WEG VON STAATSANLEIHEN – swisspartners – The art of finance

FINGER WEG VON STAATSANLEIHEN

Der US Dollar auf dem richtigen Weg. Brasilien bejubelt Amtsenthebungsverfahren. Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

Der Anstieg des Euros zum US Dollar ist vorerst gestoppt. Nach einem Rally bis auf 1.16 (plus 4 Prozent innert weniger Tage) hat der Euro wieder merklich an Wert verloren. Damit spiegelt der US Dollar die Zinsdifferenz zu seinen Gunsten. Langfristig sollte der Dollar weiter zulegen können.

Real nur auf den ersten Blick stark

Nach den politischen Querelen in Brasilien und dem damit verbundenen Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin Dilma Rousseff hat die brasilianische Währung Real weiter an Wert zugelegt. Gegenüber dem Schweizer Franken summiert sich der Anstieg auf 12 Prozent seit Jahresanfang; seit dem Tiefststand von Ende September 2015 sind es gar 22 Prozent. Blickt man jedoch etwas weiter zurück, dann ist dies noch lange nicht eine Erfolgsgeschichte: Seit der Finanzkrise von 2008 steht der Real immer noch mit einem Verlust von 60 Prozent da (siehe Chart).

Eidgenosse auf (fast) immer und ewig

Obwohl die Zinsen in Europa – und in der Folge auch in der Schweiz – noch über einen längeren Zeitraum tief bleiben werden, nutzen viele Staaten die hohe Nachfrage nach Anleihen, um sich langfristig zu refinanzieren. Angesichts der äusserst attraktiven Preise bzw. Zinsen ist dies absolut verständlich. So konnte sich die Eidgenossenschaft auf 42 Jahre mit 0.25% refinanzieren. In diesen 42 Jahren wird die Schweiz also insgesamt 10,5 Prozent ausschütten – und zwar kumuliert über die gesamte Laufzeit! Diesen Betrag hat ein Anleger mit der ABB-Aktie seit Jahresanfang verdient. Noch längere Laufzeiten bei der Geldaufnahme haben Italien, Spanien, Frankreich und Belgien gewählt; nämlich 50 Jahre. Was für die kreditsuchenden Staaten durchaus Sinn macht, könnte für die Anleger irgendwann zum Desaster werden. Erstens ist es mutig, den defizitären südeuropäischen Staaten so lange Geld zu leihen und zweitens drohen massive Kursverluste, würde dereinst die Inflation (wie eigentlich erwartet) anspringen.

Zum Scheitern verurteilt

Eine Finanzwelt, in der so viel Geld gedruckt wird, ohne Inflation auszulösen, hat es noch nie gegeben. Jede Wirtschaftslehre würde längst eine massive Ausweitung der Teuerungsrate erwarten. In einer solchen Konstellation auf zehn, zwanzig oder gar fünfzig Jahre in Niedrigzinsen anzulegen, ist nicht nur waghalsig, sondern schon fast im Vornherein zum Scheitern verurteilt. Steigen nämlich die Zinsen für eine Eidgenossenanleihe irgendwann auf nur 2 Prozent, notiert eine Anleihe mit 42 Jahren Restlaufzeit bei 48 Prozent oder nicht mal mehr der Hälfte des bezahlten Kurses!

Wir bleiben bei unserer Empfehlung, bei Anleihen Corporate Bonds (Unternehmensanleihen) den Government Bonds (Staatsanleihen) vorzuziehen. Unternehmen müssen die Zinsen, die sie zu bezahlen haben, auch verdienen; ein Staat kann sich dafür einfach noch mehr verschulden. Bei der Auswahl von Unternehmensanleihen sollte man ähnliche Kriterien anwenden wie bei der Aktienauswahl: positiver Cash Flow, hohe Profitabilität und tiefe Verschuldung.

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Zu guter Letzt

„Überträgt man dem Staat die Zuständigkeiten für die Sahara, wird in fünf Jahren der Sand knapp!“

Milton Friedman, Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger

 

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