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Der Tag danach – swisspartners – The art of finance

Der Tag danach

Trotz dem vielen Jammern und Klagen nach dem überraschenden britischen Referendumsentscheid: Die Erde dreht sich – wie von uns erwartet – weiter.

Unsere Reaktion, Aktienengagements im Auge des Sturmes auszuweiten, hat sich als richtig erwiesen. Die Börsen erlebten eine spektakuläre Erholung und verwiesen die ewigen Pessimisten einmal mehr ins Abseits.

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Europas Aktien machten zwar Boden gut, haben aber gegenüber ihren US-Pendants noch beachtliches Aufholpotential. Gemessen am Eurostoxx 50-Index liegen sie im bisherigen Jahresverlauf immer noch 4,4% zurück, während US-Dividendenpapiere, gemessen am S&P 500-Index 8% im Plus sind.

Die Unterperformance der europäischen gegenüber den US-amerikanischen Aktien hat sich zwar verringert. Wir erwarten aber, dass sich diese Bewertungslücke vor Jahresende noch mehr schliesst. So sind Europas Titel aufgrund der diesjährigen Gewinnschätzungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14% bewertet, die US-Aktien hingegen mit einem solchen von 18,5%. Auch bezüglich der relevanten risikofreien Zinssätze, welche zehnjährige Staatsobligationen bieten, scheint die Bewertungslücke zu hoch zu sein: Während Europas Aktien eine durchschnittliche Dividendenrendite von 4% offerieren, rentieren zehnjährige deutsche Staatsanleihen mit einem Minus von 0,04%. US-Dividenden haben sich demgegenüber mit 2,1% viel näher der Rendite der zehnjährigen US-Schatztitel angenähert, welche zurzeit bei 1,6% liegt.

Glücklich, allein zu sein

Mit unserer Ansicht, europäische gegenüber US-Aktien überzugewichten, stehen wir einmal mehr recht allein da. Denn die Mehrheit der Marktmeinungen empfiehlt das Gegenteil. Doch mehr und mehr Indizien sprechen für uns: Die Stimmung sowie die Ausgaben von Europas Konsumenten haben sich nach dem Brexit-Entscheid gut gehalten. Zudem zeigt sich der für die EU-Autofabrikanten wichtige britische Automarkt recht widerstandsfähig.

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Das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich trotz den düsteren Post Brexit-Prognosen gut gehalten, und nach den ernüchternden Wirtschaftsdaten aus den USA, scheinen sich die Wachstumsdifferenzen beider Regionen markant zu schmälern.

Ferner zeigt ein Blick auf die neuesten Umfragen der Bank of America Merril Lynch, dass die Anleger ihre Cash-Positionen nach den rekordhohen Post Brexit-Niveaus gesenkt haben. Die Mittelflüsse deuten dabei, wie erwähnt, eine markante Übergewichtung von US-Aktien an. Dieselben Investoren flüchteten übrigens im Februar-Crash in Cash…

Wir hingegen bleiben unserem altbewährten Ansatz treu: Kaufe günstig, verkaufe teuer. Dabei werden wir zwar auch bei US-Titeln fündig. Doch weit mehr Kaufgelegenheiten bieten europäische Blue Chip-Unternehmen mit globaler Ausrichtung.

Ich schliesse mit meinem Credo: Wo die Herde schon grast, finden wir nicht die fettesten Weiden.

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