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Brexit und Trump lassen grüssen – swisspartners – The art of finance

Brexit und Trump lassen grüssen

Der unerwartete Wahlausgang in den USA lässt tief in die Seelen der Bürger blicken. Deutschland steht vor einem spannenden Kanzlerwahljahr. Und: Nichts ist mehr unmöglich!

Der Underdog, gegen jede Prognose

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Entgegen aller Einschätzungen (auch unserer) wurde der Underdog ins höchste politische Amt der Welt gewählt. Obwohl nur jeder vierte Wahlteilnehmer für Trump stimmte und die Mehrheit der Bürger sich an der Urne für Clinton aussprach, wurde Donald Trump und nicht Hillary Clinton zum Präsidenten gewählt. Dies aufgrund des besonderen Elektorensystems, das bei der Wahl von US-Präsidenten angewendet wird. Trump konnte mobilisieren und zwar in allen Lagern. Für die ehemalige First Lady bleibt nur die Erkenntnis: Dass man die Menschen nur überzeugen kann, wenn man auch verstanden wird. Einfache (ungehobelte) Worte siegten über politische Rhetorik.

Klassenkampf

Das politische Establishment wie auch die Medien stützten sich in den letzten Jahren zu sehr auf Wohlstands- und Einkommensstatistiken und ignorierten die berechtigten Sorgen der real existierenden Basis, nämlich der Bevölkerung. Die Hände in den Schoss zu legen, weil die Statistik einen Anstieg des Wohlstandes zeigt, zielt an der Basis vorbei. Dieser Wohlstand kommt weder bei der Mittelschicht und schon gar nicht bei der Unterschicht an. Das Volk auf der Strasse war mit der Politik in Washington nicht zufrieden. Statistiken täuschen eine nicht existierende Wunschvorstellung vor. 2010 hat die Zürcher Seegemeinde Rüschlikon 55 Millionen Franken mehr Steuern kassiert. Bei 5‘500 Einwohnern sind dies exakt 10‘000 Franken pro Kopf! Trotz dieser Statistik ging es den Menschen nicht wirklich besser; denn die 55 Millionen wurden von einer einzigen Person bezahlt. Der Steuersenkung von 2011 folgt im nächsten Jahr die mittlerweile zweite Steuererhöhung.

Nichts mehr unmöglich

Die US-amerikanischen Wahlen entwickelten sich zum Klassenkampf zwischen Reich und Arm, zwischen Stadt, Land und Establishment sowie Unter- und Mittelschicht. Dieses Problem ist in der Schweiz viel weniger ausgeprägt; die Wohlstandsverteilung ist auch aufgrund unserer sehr gut funktionierenden Sozialsysteme eine der besten in Europa. Zum Vergleich: Unter den OECD-Ländern ist der Wohlstand in Deutschland so ungleich wie in kaum einem anderen Land verteilt. Ein Promille der Bevölkerung besitzt 17 Prozent des Reichtums und ein Prozent besitzt 33 Prozent der Vermögen. Und im nächsten Jahr sind Kanzlerwahlen! Nach den Überraschungen in England (Brexit) und nun in den USA ist nichts mehr ausgeschlossen.

Steuersenkungen

Gehen wir aber nun darauf ein, was sich genau unter einem US-Präsidenten Trump ändern wird. Denn die Finanzmärkte hatten sich klar auf Clinton eingestellt. Der grösste Unterschied wird die Fiskalpolitik sein. Anstatt den Konsum und die Investitionen über die Geldpolitik mit tiefen Zinsen (deren Wirkung sowieso umstritten ist) anzukurbeln, wird der neue Präsident dies über Steuersenkungen versuchen. In diesem Punkt wird er auch die volle Unterstützung der eigenen Partei, den Republikanern, haben. Die haben ja die Mehrheit in beiden Kammern. Was dies für die Zinsen, Inflation und den US Dollar bedeuten wird, lesen Sie unter „Währungen und Zinsen“.

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