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Sommerhitze lullt Märkte und Anleger ein – swisspartners – The art of finance

Sommerhitze lullt Märkte und Anleger ein

Die letzten Sommermonate verliefen entspannt, von Aufwärtsmomentum keine Spur. Doch weshalb gleich so ruhig, lautet die grosse Frage. Nur weil die Anleger in der Feriensaison keine grossen Positionen eingehen? Klar, lautet die kurze Antwort. Aber im Hinterkopf hegen die Anleger diverse Bedenken.

Eine wichtige Sorge gilt Trump. Wird er fähig sein, nennenswerte Steuerreduktionen für natürliche und juristische Personen durchzusetzen? Vor Weihnachten werden wohl die meisten Anleger keinen Steuerreformbeschluss erwarten. Aber wir sind zuversichtlich, dass ein entsprechender Deal die Flaute an den US-Aktienmärkten beenden und eine Rallye einläuten könnte.

Noch mehr wiegt, wie geschickt die Trump-Administration die Verhandlungen zur US-Schuldenobergrenze führen wird. Diese sollten im Oktober finalisiert werden. Üblicherweise arten die Debatten in einen Politzirkus aus, an dessen Ende sich beide politischen Lager einig sind, nicht einig zu sein. Danach folgt eine elfstündige Sitzung, an der einige Staatsausgaben gekürzt werden und der Rest der Probleme unter den Teppich gekehrt wird. Die Republikaner möchten zweifelsohne liebend gerne sehen, dass die US-Regierung endlich das Schuldenthema adressiert. Anderseits wissen sie nur zu gut, dass Politiker nicht gerade gut darin sind, Regierungsausgaben beherzt zu beschneiden. Denn dies könnte eine tiefe Rezession auslösen und damit ihre politische Stellung gefährden. Die meisten Historiker wissen von diesem Machtspiel zwischen der Wählerschaft und ihren Repräsentanten ein Lied zu singen.

Einige Kommentatoren meinen unverblümt, dass die meisten Währungen stark an Kaufkraft verlieren – real manchmal mehr als 90% über 40 Jahre. Dies schreiben viele dem Umstand zu, dass es erlaubt ist, Geld zu drucken und damit einen Geldüberschuss zu schaffen, so dass eine Währung sowohl ihren Wert wie auch ihre Glaubwürdigkeit verliert.

Wir denken, dass die erfahrenen Anleger diese Lektion kapiert haben und gewahr sind, dass Geldmittel in alle Anlageklassen investiert und diversifiziert werden sollten. Allerdings würde man angesichts mickriger oder gar Minuszinsen auf Bankkonti vermuten, dass die meisten Anleger Bargeldanlagen meiden. Dem ist jedoch nicht so. Denn viele Anleger rund um den Globus zweifeln am Renditepotential der Aktien. Gerade diese immerwährende Risk-off-Einstellung einer breiten Anlegerschaft offeriert überzeugten Stock-Pickern ein hervorragendes Umfeld.

So ist es nach wie vor möglich, führende und global operierende Autohersteller zu finden, welche einen gesunden freien Cashflow aufweisen und mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 6 bewertet sind. Zum Beispiel dürfte eine in Europa domizilierte Gruppe mit einem beachtlichen Portfolio an führenden Marken, welche wir kürzlich einer regelmässigen Prüfung unterzogen haben, ihren Wert im laufenden und nächsten Jahr durch Ausgliederungen weiter steigern. Im Tech-Bereich orteten wir im asiatischen Raum Unternehmen mit dem Potential, ihren Umsatz um mehr als 40% zu steigern. Dies dank der hohen Nachfrage nach Online-Spielen, -Shopping und -Advertising.

Natürlich sind wir darauf bedacht, nicht zu viel für solche Aktien zu bezahlen. Doch es ist erfreulich, dass einige Kandidaten auf unserer IT-Aktienliste ein PEG-Ratio (Kurs-Gewinn im Verhältnis zur Wachstumsrate) von rund 1 aufweisen. Dies ist nicht überrissen, wenn man das mögliche Wachstum von Gewinn, Umsatz und Cashflow in Betracht zieht.

Irgendwann wird das Umsatzwachstum natürlich nachlassen. Ausserdem sind die Zeichen unübersehbar, dass der Wettbewerb in diesem Sektor anzieht. Dennoch dürften wir bei den asiatischen Konsumenten weiterhin einen wachsenden Appetit an Online-Banking, -Shopping sowie -Multi-Player-Gaming beobachten.

Im Aktienbereich glauben wir, dass sich Europa im Vergleich zu den USA gut schlagen wird. In den vergangenen Wochen scheinen sich die Anleger zu einer Art «Mini-Konsens» durchgerungen zu haben, wonach Trump in diesem Jahr kaum nennenswerte Reformen durchbringen wird. Trotzdem: Auf dem Kontinent haben sich die Rahmenbedingungen bezüglich Wirtschaft und Kreditumfeld weiter verbessert und die meisten Unternehmen, die wir abdecken, sind für 2017 auf Zielkurs.

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