Die Nachfolge in der unabhängigen Vermögensverwaltung ist selten ein einzelner Entscheid – sondern ein mehrjähriger Prozess. Es geht nicht nur um Struktur und Bewertung, sondern vor allem um Vertrauen, Werte und die zentrale Frage: Was passiert mit den Kunden?
Tell & Partner hat sich frühzeitig mit dieser Herausforderung auseinandergesetzt und sich schliesslich für eine vollständige Integration bei swisspartners entschieden. Markus Streiff, Gründungspartner von Tell & Partner, gibt Einblick in diesen Prozess, die Überlegungen hinter der Entscheidung und was am Ende den Unterschied gemacht hat.
Email sendenDas Alter war der Auslöser. Uns war wichtig, früh genug den richtigen Partner zu finden. Zuerst wollten wir jüngere Partner aufnehmen, sodass Tell & Partner weiterhin besteht. Diese Idee haben wir früh wieder verworfen. Stattdessen haben wir gezielt nach einem grösseren Partner gesucht, der uns vollständig übernehmen kann und unsere Werte teilt.
„Unsere Kunden in einen sicheren Hafen zu führen.“
Wir haben konsequent nach einem Partner mit ähnlicher Kultur, gleichen Werten und ausreichender Grösse gesucht – immer mit Blick auf unsere Kunden.
Wir haben unsere Kunden während fast des gesamten Prozesses aktiv informiert. Inklusive Zeitplan und Auswirkungen. Gleichzeitig haben wir uns eine klare Checkliste erstellt, um ungeeignete Partner früh auszuschliessen. Am Ende haben wir uns für eine Fusion mit swisspartners entschieden. Dadurch konnten die bestehenden Verträge übernommen und die Kundenbeziehungen nahtlos weitergeführt werden, was für unsere Kunden besonders wichtig war.
Das Vertrauen war von Anfang an da. Auch durch die persönliche Verbindung zu einem Kundenberater. Das Wissen, dass er schon seit 24 Jahren bei swisspartners Partner ist, spricht für sich. Dazu kamen über 30 Jahre Firmengeschichte, eine etablierte Marktposition und ein sehr gutes Gefühl in den Gesprächen.
Besser als erwartet. Ich hätte mehr Gegenreaktionen erwartet, aber das ist nicht passiert. Wir haben für unsere Kunden den perfekten Partner gefunden. Das hat sich gezeigt.
Der Moment selbst war fordernd. Vertrags Finalisierung, Auflösung unserer alten Geschäftsräumlichkeiten und Marktbewegungen gleichzeitig.
Aber: Es gab immer Lösungen und wir haben uns gut begleitet gefühlt.
Sehr positiv. Wir haben unsere Kunden gehalten und sie fühlen sich wohl. Wir sind mit dem erreichten Ergebnis insgesamt sehr zufrieden, da die wesentlichen Ziele unseres Wunsch-Szenarios erreicht wurden.
Freiheit. Keine Verpflichtungen mehr.
Ich wollte einen klaren Schnitt und konnte nur loslassen, weil ich wusste, dass die Kunden in guten Händen sind.
Zweigleisig fahren:
Nicht nur interne Nachfolge prüfen, sondern auch aktiv einen grösseren Partner suchen.
Und früh starten:
Vier bis fünf Jahre vor dem geplanten Exit.
Die wichtigste Frage dabei ist immer:
Mit welchem Partner fühlen sich unsere Kunden wohl, damit sie bleiben?